Diese 5 Fehler bei Pressemeldungen müssen Sie unbedingt vermeiden

19.04.2019

Kürzlich erhielt ich eine Pressemeldung zur Prüfung und Korrektur. Obwohl der Verfasser ein erfahrener Marketing-Profi war, hatte er mehrere gravierende Fehler gemacht. Das hat mir deutlich gezeigt: Auch Profis und alte Hasen werden von Pressemeldungen vor besondere Herausforderungen gestellt und sind vor Fehlern nicht geschützt.

Damit Sie nicht in die Fehlerfalle tappen, stelle ich Ihnen die fünf Haupt-Fehler von Pressemeldungen vor:

Fehler 1: Umständliche Headline in ganzen Sätzen und ohne Fokussierung

Formulieren Sie als Überschrift keine vollständigen Sätze, sondern fokussieren Sie sich auf die ein oder zwei Schlüsselbegriffe Ihres Themas und machen Sie daraus eine knappe, knackige Headline.

So sollte es nicht sein: „Einsatzbereitschaft fördern lautet das Thema, mit dem der Sportverein in Hamburg den diesjährigen Fitness-Wettbewerb ausgerufen hat.“

Besser: „Einsatzbereitschaft fördern – Sportverein in Hamburg startet Fitness-Wettbewerb“

Fehler 2: Nicht mit dem aktuellen Aufhänger starten

Vor allem, wenn Unternehmen stolz auf eine Tradition sind, ist die Versuchung groß, an die vielen Erfolge anzuknüpfen und das Thema der aktuellen Pressemeldung in diese Tradition zu stellen. Das jedoch wäre fatal, denn für die Medien ist Aktualität ein zentraler Nachrichtenfaktor. Was neu ist, hat große Chancen die Hürde in die Berichterstattung zu nehmen.

So sollte es nicht sein: „Seit zehn Jahren beteiligen sich viele Schülerinnen und Schüler an den Fitness-Wettbewerben des Sportvereins.“

Besser: „Thema des diesjährigen Fitness-Wettbewerbs des Sportvereins ist das die gesunde Ernährung junger Menschen.“

Fehler 3: Beliebige Informationen in Zitate setzen

Pressemeldungen sind sachlich und objektiv. Das macht es Unternehmen schwer, eigene Positionen oder Wertungen zum Ausdruck zu bringen. Hilfestellung bieten Zitate. Zitate in Pressemeldungen dienen dazu, eine Meinung zum Ausdruck zu bringen, etwas zu bewerten oder eine Aussage zu pointieren. Vor allem, wenn Zitate kurz und knackig eine Meinung auf den Punkt bringen, werden sie gerne als Headline genutzt. So bekommt Ihre Meinung einen besonderen Stellenwert.

So sollte es nicht sein: „Egal, ob sich die Teilnehmer in der Schule, in den Familien oder im Verein mit dem Thema gesunde Ernährung beschäftigen – sie alle sind aufgefordert, sich an dem Wettbewerb zu beteiligen“, erklärt A.B., Vorsitzender des Sportvereins.

Besser: „Jedes Engagement hat Chancen auf einen Gewinn“, ermuntert A.N., Vorsitzender des Sportvereins alle Jugendlichen zur Teilnahme am Wettbewerb.

Fehler 4: Unwichtiges vor Wichtigem nennen

In Pressemeldungen steht das Wichtigste am Anfang. Im Verlauf des Textes nimmt die Relevanz der Informationen immer weiter ab. Das heißt: Die Informationen, die am unwichtigsten sind, stehen ganz am Ende. Sollte die Pressemeldung also eins zu eins übernommen, aber gekürzt werden, würden nur Informationen entfallen, die ohnehin nicht so wichtig sind.

Denken Sie immer aus der Sicht der Leser. In unserem Fall bedeutet dies: Für die Interessenten ist es beispielsweise wichtiger zu erfahren, was sie einsenden sollen oder was sie gewinnen können als die Adresse zu erfahren, an die sie die Unterlagen senden sollten.

Fehler 5: Falsche Begrifflichkeiten

In Pressestellen und Marketingabteilungen geht es meist hoch her. Alles muss immer ganz schnell gehen. Die Gefahr ist jedoch, dass dann nicht so sauber formuliert wird. Beim Empfänger kommt das als Nachlässigkeit und Ausdruck geringerer Wertschätzung an. Denn offensichtlich hat sich der Verfasser nicht viel Mühe gemacht. Ein fatales Signal.

So sollte es nicht sein: Eine Pressemeldung schnell runterschreiben und verschicken.

Besser: Auch wenn Zeitdruck herrscht – lesen Sie sich die Pressemeldung sehr genau und kritisch durch, bevor Sie sie verschicken. Noch besser: Lassen Sie sie einen Dritten gegenlesen. Er findet Fehler, die einem selbst nicht auffallen. Das Ganze kostet vielleicht zehn, maximal 15 Minuten. Das ist gut investierte Zeit!

Das gehört in den Pressebereich auf Ihrer Website

27.03.2019

Richten Sie auf Ihrer Website gut sichtbar einen eigenen Menüpunkt „Presse“ ein. So erkennen Medienvertreter auf einen Blick, wo sie relevante Informationen finden. Liefern Sie diese aber bitte auch. Folgende Informationen sollten Sie auf Ihrer Presseseite veröffentlichen:

Name und Kontaktdaten eines Ansprechpartners. Idealerweise bieten Sie verschiedene Möglichkeiten der Kontaktaufnahme an, das heißt E-Mail und Telefon, idealerweise eine Handynummer.

Daten und Fakten zum Unternehmen: Gründung, Leistungen/Produkte, Niederlassungen, Mitarbeiter, Auszeichnungen – also alle Fakten, die zur Einordnung Ihres Unternehmens in der Branche wichtig sind. Bereiten Sie die Daten tabellarisch auf und nutzen Sie wo möglich Infografiken oder Schaubilder.

Richten Sie eine Mediathek ein, in der Medienvertreter Fotos, Videos und das Logo Ihres Unternehmens finden können. Hinterlegen Sie alle relevanten Informationen dazu: Fotograf, Informationen zur abgebildeten Person, zum Produkt, Ort oder Anlass, der zu sehen ist. Weisen Sie darauf hin, dass diese Materialien für die redaktionelle Berichterstattung frei genutzt werden dürfen.

Pressemeldungen sollten Sie in umgekehrter chronologischer Reihenfolge veröffentlichen, also so, dass die jüngste Pressemeldung zuoberst steht. Veröffentlichen Sie diese so, dass Headline und Teaser zu lesen sind, damit man direkt erfassen kann, um was es in der Pressemeldung geht.

Positionspapiere und Stellungnahmen liefern meist prägnante Informationen zu Diskussionen und dienen Journalisten als Quelle – durchaus auch für pointierte Zitate.

Geschäftsberichte liefern einen guten Überblick über die Arbeit des Unternehmens.

Weisen Sie im Pressebereich auf Ihre Präsenzen in den sozialen Netzwerken hin. Journalisten, die sich auf Ihre Branche spezialisiert haben, können Ihnen dann – vor allem auf Twitter – folgen und sind dann immer über aktuell über Ihre Arbeit informiert.