So entlarven Sie schwarze PR-Schafe und finden eine seriöse PR-Agentur

14. September 2017

„Wir haben schlechte Erfahrungen mit PR-Agenturen gemacht. Daher arbeiten wir jetzt lieber nur mit eigenen Mitarbeitern.“ Diese Aussage habe ich schon ein paar Mal von Unternehmen gehört, denen ich meine Unterstützung bei der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit angeboten habe. Ich habe mich immer gefragt, was da wohl schiefgelaufen sein mag. Seit dieser Woche weiß ich es, weil ich es bei einem Kunden selbst erlebt habe.

Tipps für die PR-Praxis

Der konkrete Fall: Eine Agentur, die einen Change-Prozess begleiten sollte, band in 2 fast ganztägigen Workshops Führungskräfte und Mitarbeiter des Unternehmens. Wie? Ganz einfach:

Der Inhalt des 1. Workshop-Marathons: Die Agentur holte Informationen ein, die sie im Vorfeld hätte recherchieren können, und fragte Zahlen ab. Kann es sein, dass die Agentur prüfen wollte, wie finanzkräftig das Unternehmen ist?

Im 2. Workshop gab es dann immer noch keine Ideen und Vorschläge von der Agentur, sondern viel warme Luft mit Marketingfloskeln.

So checken Sie die PR-Agentur

  1. Schauen Sie sich die Website an und telefonieren Sie mit dem Inhaber. Der 1. Eindruck war positiv? Prima. Dann:
  2. Laden Sie die Agentur zu einem persönlichen Kennenlern-Gespräch ein. Dieses erste Gespräch ist für Sie als potenzieller Kunden kostenlos. Wichtig ist bei diesem Gespräch:
  • Der Leiter der Agentur nimmt daran teil.
  • Die Agentur bringt Arbeitsproben mit.
  • Die Agentur hat sich über Ihr Unternehmen informiert.
  • Die Agentur fragt Sie gezielt nach den bisherigen Aktivitäten des Unternehmens, den Zielgruppen und Zielen.

3. Wenn die Chemie stimmt und Sie die Agentur beauftragen, können Sie im nächsten Schritt Folgendes erwarten:

  • Bei umfangreicheren Aufträgen schickt die Agentur ein Rebriefing. Hierin sind die Eckdaten des Auftrags, die Inhalte und Ziele festgelegt. Da das Rebriefing die konkrete Arbeitsgrundlage ist, sollten Sie es prüfen und gegebenenfalls korrigieren.
  • Die Agentur erarbeitet in einem festgelegten Zeitrahmen ein Konzept, Gestaltungsvorschläge, einen Maßnahmenkatalog – je nach Aufgabenstellung.
  • Zum nächsten Termin bringt die Agentur diese Vorschläge mit, sodass Sie hierüber gemeinsam beraten können.
  • Oder: Die Agentur schickt Ihnen im Vorfeld das Konzept und Vorschläge. So
    • haben Sie die Chance, sich mit den Ideen und Vorschlägen zu beschäftigen,
    • können beides auf sich wirken lassen,
    • die Vorschläge inhouse schon einmal besprechen und
    • zum Termin direkt in die Weiterentwicklung einsteigen.

Das spart kostbare Zeit.

Achtung: Scharlatane!

Seien Sie vorsichtig, wenn

  • Informationen abgefragt werden, die nichts mit der Aufgabenstellung zu tun haben, wie Zahlen zum Umsatz oder zu Investitionssummen.
  • Ihnen auch beim 2. Treffen keine Ideen und Vorschläge unterbreitet werden.
  • Sie die Ideen und Vorschläge nur beim Treffen und nur mündlich übermittelt bekommen.
  • die PR-Mitarbeiter Fachbegriffe benutzen, weil sich damit Worthülsen gut verpacken lassen.
  • immer wieder neue Meetings anberaumt werden, um Detailfragen zu klären, ohne, dass Sie Ergebnisse der Arbeit zu sehen bekommen.

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