Dos und Don’ts bei der Namenswahl

27. Oktober 2017

Tipps für die PR-Praxis
Praxisnahe Tipps für PR und Content Marketing

Wahrscheinlich hat Ihr Unternehmen schon einen Namen. Aber vielleicht planen Sie eine 2. Firma, eine Tochtergesellschaft oder brauchen einen Namen für ein neues Produkt? Dann helfen Ihnen unsere Dos und Don’ts, den passenden Namen zu finden. Weil die Wahl des Namens weitreichende Folgen hat, muss er stets gut durchdacht sein. Lesen Sie, welche 5 schlimmen Fehler Sie bei der Namensfindung vermeiden müssen.

Fehler 1: Ein nichtssagender Name

Kennen Sie „Amiando“? Hätten Sie eine Idee, was dieses Unternehmen anbietet oder produziert? Wahrscheinlich Fehlanzeige. Genau das ist das Problem. Der Name klingt gut, ist aber absolut nichtssagend und hat keinerlei Bezug zum Produkt, für den er stehen sollte.

Mein Tipp

Wählen Sie einen Namen, der einen Bezug zu Ihrem Unternehmen oder dem Produkt erlaubt.

Übrigens: Amiando war ein Online-Ticketing-Anbieter, der von XING gekauft wurde und heute „XING Events“ heißt.

Fehler 2: Name zu lang

„Bayerische Motoren Werke“ ist zwar präzise, aber eigentlich kein Name, der Bilder, Gefühle oder ein Image transportiert. Dass die Abkürzung „BMW“ dagegen ein Feuerwerk an Bildern und Gefühlen auslöst, ist jahrelanger intensiver PR- und Marketingarbeit zu verdanken.

Und dass der Unternehmensname kurz sein sollte, hat nicht nur damit zu tun, dass die Zielgruppe ihn sich besser merken kann. Ein kurzer Name kann auch besser in ein Logo integriert oder auf Werbemitteln angebracht werden … und sich so weiter verbreiten.

Mein Tipp

Wählen Sie einen kurzen, knackigen Namen, der im Idealfall auch einen Hinweis auf Ihre Produkte oder Angebote enthält, wie beispielsweise „Lernwerk“, ein Nachhilfeanbieter.

Fehler 3: Kein eigenständiger Name

Ein Mitbewerber hat einen tollen Namen? Lassen Sie sich nicht dazu hinreißen, ihn nachzuahmen. Schließlich wollen Sie dem Kunden doch mit Ihrem Alleinstellungsmerkmal begeistern.

Mein Tipp

Ihnen fällt partout kein Name ein? Dann beziehen Sie Mitarbeiter und gegebenenfalls sogar Kunden in die Namensfindung ein. Entweder finden Sie darüber den passenden Namen oder Sie erhalten den Impuls für Ihre Idee.

Fehler 4: Name weckt keine Emotionen

Kommen wir auf das Beispiel BMW zurück. Ohne die langjährige Firmengeschichte und die jahrzehntelange Arbeit am Image würde niemand etwas mit den 3 Buchstaben verbinden. Positive Gefühle und Assoziationen zu wecken ist jedoch wichtig, damit der Name bei den Kunden ein positives Gefühl oder eine Assoziation auslöst und sie ihn sich gut merken können. „intueat“ beispielsweise klingt gut und transportiert die Information, dass es ums Essen geht.

Mein Tipp

Spielen Sie mit den Begriffen, die Ihr Produkt beschreibt, oder mit dem Nutzen, den es dem Kunden bringt, und kombinieren Sie Bestandteile dieser Begriffe.

Fehler 5: Der Name ist unaussprechlich

„Substiane“ oder „Umckaloabo“ sind Beispiele für Namen, die nicht ganz leicht auszusprechen und noch schwerer zu merken sind. Beides wirkt sich negativ auf die Chance aus, dass die Produkte von Ihren Kunden gekauft werden. Machen Sie es Ihren Kunden daher leicht, nach Ihrem Produkt zu fragen, weil sie genau wissen, wie es ausgesprochen wird.

Mein Tipp

Testen Sie den von Ihnen bevorzugten Namen, indem Sie ihn verschiedenen Personen vorlegen, um ihn vorzulesen. Das gilt vor allem dann, wenn Sie Kunden in verschiedenen Ländern ansprechen wollen. Fragen Sie auch nach, welchen Klang der Name für die Menschen in anderen Kulturkreisen hat, welche Assoziationen er weckt und welche Inhalte sie mit dem Namen verbinden.

 

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