Funktionaler Analphabetismus fällt oft erst durch Fehler bei der Arbeit auf

1. Juli 2019

6,2 Millionen Menschen zwischen 18 und 64 Jahre können kaum oder gar nicht lesen und schreiben. Über 62 Prozent von ihnen gehen einer Erwerbstätigkeit nach. Das bereitet nicht nur ihnen Probleme, sondern auch den Kollegen: Für 55 Prozent der Arbeitnehmer stellt es ein sehr großes oder großes Problem dar, wenn ein Kollege kaum oder gar nicht lesen kann. Das ist ein Ergebnis einer Studie der Stiftung Lesen zum funktionalen Analphabetismus am Arbeitsplatz.

47 Prozent der Arbeitnehmer und 41 Prozent der Arbeitgeber, in deren Betrieben Personen mit geringen Lese- bzw. Schreibfähigkeiten arbeiten, berichten, dass die fehlenden Kompetenzen im Arbeitsalltag zu Problemen führen. Beeinträchtigt sind die Arbeitsabläufe und die Effektivität am Arbeitsplatz. In den meisten Fällen werde von den betroffenen Beschäftigten die Arbeit schlecht erledigt. Deshalb – darauf verweisen besonders die Arbeitgeber – entstehen zusätzliche Kosten, die allein aus betriebswirtschaftlichen Gründen Handlungsdruck erzeugen.

In 28 Prozent der Fälle bemerken Kollegen und Chefs erst durch einen Fehler, dass ein Mitarbeiter nicht richtig lesen und schreiben kann. Mehrfach berichteten die Gesprächspartner, dass die mangelnde Lese- und Schreibkompetenz aufgefallen sei, weil Kollegen etwas falsch gemacht oder unterlassen haben, weil sie wichtige Hinweise nicht lesen oder die erforderlichen Texte nicht schreiben konnten.

Texte in Leichter oder Einfacher Sprache könnten an vielen Stellen Fehler vermeiden helfen.

Die komplette Studie von Simone C. Ehmig, Lukas Heymann und Carolin Seelmann mit dem Titel „Alphabetisierung und Grundbildung am Arbeitsplatz“ kann online nachgelesen werden.

Wenn Sie Ihre Texte in eine Einfache oder Leichte Sprache übersetzen lassen wollen, damit alle Mitarbeiter die Inhalte verstehen, sprechen Sie mich bitte an. Gerne unterbreite ich Ihnen ein Angebot.


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